Monthly Archive for Juli, 2009

ETA-Terror erreicht Mallorca

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Ausgerechnet Mallorca – des Deutschen liebste Insel ist in diesem Sommer so oft in den Schlagzeilen wie schon lange nicht mehr. Zunächst wegen des H1N1-Cocktails im Eimer, jetzt wegen eines blutigen Anschlags, den es so auf der Insel noch nicht gegeben hat. Es war eine feige Tat. Die Hintermänner werden in der baskischen Untergrundorganisation ETA vermutet. Dieser Freitag gilt in Spanien als Gründungstag der Bande. Der Zeitpunkt des Anschlags war somit kein Zufall. Neu ist der Ort für solch eine Tat. Für ihre Zwecke spielen die Terroristen erstmals bewusst mit der Angst der Touristen auf der Balearen-Insel. 300 000 Urlauber halten sich derzeit auf Mallorca auf. Insgesamt kommen 3,5 Millionen Deutsche jedes Jahr auf die Insel.

Terroranschlag mitten in der Feriensaison

Check-In

Nach einem Anschlag auf die Guardia Civil von Mallorca haben spanische Behörden die Urlauberinsel zeitweise abgeriegelt. Am Flughafen von Palma gab es keine Ankünfte und Abflüge mehr. Die Folge: Flüge – wie zum Beispiel in Berlin-Tegel - hatten ebenfalls Verspätung. Passagiere mussten warten. Die Situation soll sich jetzt langsam wieder entspannen.

SPD: Sangria vs. Optimismus

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SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier hat heute sein Schattenkabinett vorgestellt. In den letzten Wochen vor der Bundestagswahl wollen damit die Sozialdemokraten mit Schwung in die heiße Phase des Wahlkampfes durchstarten. Die Aussichten sind jedoch miserabel. Forsa-Chef Güllner sagt, ein Ergebnis der SPD um die 30 Prozent würde an ein Wunder grenzen. Ulla Schmidts Dienstwagen-Affäre ist im Moment ebenfalls nicht förderlich. Also: was können die Sozialdemokraten jetzt tun? Entweder sich mit viel spanischem Sangria Hoffnung und Mut antrinken - oder: möglicherweise hilft auch ein Optimismus-Training bei Dr. Rolf Merkle. 

33 Millionen Koffer…

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…gehen jedes Jahr weltweit bei Flugreisen verloren. Sie sind nicht wieder aufzufinden. Weg, futsch, auf und davon! Allein in Europa sind es täglich 10 000 Gepäckstücke, die sich scheinbar in Luft auflösen. Bislang hat sich niemand dafür interessiert. Jetzt hat die EU-Kommission angekündigt, die Rechte der Verbraucher bei Gepäckverlust an Flughäfen zu stärken. Endlich. Ein Betroffener berichtet.
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Ein spanischer Wahlkampf

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Sie sieht sich im Recht, sie weist jede Kritik zurück – und sie kann die Aufregung einfach nicht verstehen. Ulla Schmidt hat mit ihrem gestohlenen Dienstwagen im Sommerloch für das erste große Rauschen gesorgt. Ihrer Partei SPD beschert die Gesundheitsministerin mitten im Wahlkampf eine ziemlich unvorteilhafte Debatte – und der Autovermietung sixt zeitgleich ein grandioses Werbemotiv.

Dienst ist Dienst – Wagen ist… weg !

Alicante

Was für eine großartige Geschichte! Wir hätten sie nie erfahren, wenn nicht ausgerechnet im Spanien-Urlaub der Dienstwagen der Gesundheitsministerin geklaut worden wäre. Irgendwo in der Nähe von Alicante. Ja, Ulla Schmidt darf den Dienstwagen auch privat nutzen. Aber warum, warum läßt sie ihn vom Chauffeur 2400 Kilometer von Berlin an die Costa Blanca bringen? Angeblich für eine Diskussionsveranstaltung mit deutschen Senioren. Für den Wahlkampf nimmt sie jetzt wohl am besten das Fahrrad. Und summt dabei Janis Joplins “Mercedes Benz“.

“Fragen Sie meine Frau, ich bin immer so.”

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Nicht schlecht: Porschechef Wendelin Wiedeking bekommt eine Abwrackprämie in Höhe von 50 Millionen Euro – und zwar für sich. Abfindung heißt das offiziell. Er bekommt diese Summe trotz Milliardenschulden und einer Bauchlandung bei der geplanten Übernahme von VW. Interessant ist dabei, wie sehr sich der Betriebsratschef Uwe Hück für den Ex-Porschechef eingesetzt hat. Denkwürdig ist vor allem Hücks Interview mit dem ZDF, in dem er Moderatorin Marietta Slomka mit den Worten “des isch ganz arg lieb von Dir” verabschiedet hat. Leider hat das ZDF diese Passage im Netz abgeschnitten. Leider. Das restliche Interview ist aber auch sehr sehenswert. Ein You-Tube-User fordert sogar: “Uwe for Kanzler!” Uwe Hück ist übrigens SPD-Mitglied.

Streit um das Sommerloch !

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Ehrlichkeit im Mediengeschäft ist durchaus etwas bemerkenswertes. Deshalb möchte ich auf eine Aussage des Tagesschau-Chefs Kai Gniffke aufmerksam machen. Er schreibt im Tagesschau-Blog: “…wenn wir ehrlich sind, hätte man jedes, ja wirklich jedes unserer heutigen Themen auch lassen können.” Gemeint ist die 20 Uhr-Ausgabe der Tagesschau vom 21. Juli. Es ist da – das Sommerloch, stellt Gniffke dabei fest. Nicht nur Zuschauer, sondern auch einige ARD-Angestellte, wie der Leiter des ARD-Hauptstadtstudios Ulrich Deppendorf, sind irritiert. Sie fragen: warum hat die Tagesschau dann überhaupt gesendet? Ein Blick in diesen Blog lohnt sich…

H1N1 – Kreativitätswettbewerb

Mundschutz
Ich habe verstanden. Ich soll kein Flugzeug mehr ohne Mundschutz betreten, keinen Sangria aus Eimern trinken, in der Kirche meinen Finger nicht in Weihwasser tauchen. Diese und viele andere Hinweise habe ich heute gehört. Mir scheint, im Kampf gegen die Schweinegrippe ist ein sonderbarer Kreativitätswettbewerb ausgebrochen. Die Effektivität vieler Maßnahmen ist allerdings höchst zweifelhaft. Zwei Beipiele. Erstens: am Flughafen Charles de Gaulle in Paris gibt es große Plakate mit der Empfehlung, dass Passagiere in Zeiten von H1N1 große Menschenansammlungen doch bitte meiden sollten. Prima – doch wer zum Gate der Air France geht, der sieht, wie sich Passagiere stapeln müssen, weil gleich mehrere Maschinen Verspätung haben. Die Viren freut´s. Zweitens: Flugbegleiter von Air China messen kurz nach Abflug Richtung China die Temperatur jedes Passagiers. Wer Fieber hat, muss mit Quarantäne rechnen. Ich hatte Glück. Meine Messung ergab angeblich eine Körpertemperaur von 36,1 Grad Celsius. Egal wo: weitere sinnlose Maßnahmen werden folgen.

Die Zeit verging wie im Flug

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Fliegen ist schön. In einem Flugzeug zu sitzen, das sich fünf Stunden lang nicht bewegt, ist dagegen ziemlich uncool. Passiert ist es am Flughafen Pudong in Shanghai. Und zwar mir. Air China Flug CA 176 sollte um 20.25 Uhr Richtung Peking starten, um kurz nach 1 Uhr gings dann erst los. In der Zwischenzeit probten einige chinesische Passagiere den Widerstand. Sie forderten in der Kabine den Kapitän, lieferten sich wilde Rededuelle mit der überforderten Besatzung. Es kam zu tumultartigen Szenen. Ich dachte bislang, über soetwas lese ich nur unter “Vermischtes” in der Tageszeitung. Der Kapitän gab übrigens folgenden Grund für die Verspätung an: die Flugkontrolle gab kein grünes Licht für den Start. Ist es eigentlich rechtlich geregelt, wie lange man in einem Flugzeug sitzen bleiben muss?

Den Tag zur Nacht gemacht

Shanghai, Abend

Okay, es war nicht das beste Wetter für eine Sonnenfinsternis. Aber der Ausblick in Shanghai war dennoch atemberaubend. Punkt 9.36 Uhr (Ortszeit) hüllte sich die Stadt fünf Minuten lang in Dunkelheit. Wenige Augenblicke zuvor dämmerte es immer mehr und immer schneller - bevor dann irgendjemand scheinbar das Licht ausgeknipst hat. Die Nachtskyline gab es dann ausnahmsweise mal zum Frühstück …
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Shanghai erwartet Sonnenfinsternis

schanghai

Sollte es stimmen, dass bei einer Sonnenfinsternis die Temperaturen zwischen zwei und drei Grad zurückgehen, dann hat Shanghai einen großen Tag vor sich. In der chinesischen Metropole ist es derzeit mit 37 Grad so schwül, dass jedes Grad Celsius weniger gefeiert werden müsste. Morgen bekommt die Stadt ein zusätzliches Schauspiel zu sehen. Gegen 8 Uhr (Ortszeit), also mitten in der Nacht in Deutschland, beginnt die Sonne damit, sich zu verdunkeln. Es ist die längste Sonnenfinsternis unseres Jahrhunderts - und delimedia ist live in Shanghai dabei.

S-Bahn zerrt an Berlins Nerven

Alles o.k. bei der S-Bahn?

Nicht alle Berliner nehmen es so locker: auf der Ost-West-Achse müssen die Pendler auf die S-Bahn verzichten – und umsteigen. Zusätzliche U-Bahnen, Busse und Wassertaxis sind im Einsatz, um das große Chaos zu vermeiden.Übrigens: für alle ÖPNV-Opfer in der Hauptstadt gibt es schon jetzt das passende T-Shirt - mit dem Aufdruck: “KOMME SPÄTER. Fahre mit der Berliner S-Bahn.” Eine schöne Idee.