
In der vergangenen Nacht zeigte der WDR um 0.15 Uhr die Zimmer-Frei-Ausgabe mit Martin Sonneborn, dem früheren Chefredakteur der „Titanic“ und Vorsitzenden der Partei „Die Partei“. Die Folge der Unterhaltungssendung sollte ursprünglich gar nicht ausgestrahlt werden. Sie sei nicht komisch gewesen, war aus Köln zu hören. Doch dann gab es soviel Proteste. Und: schließlich gab der WDR dem Druck der Zuschauer doch nach. Eine knappe Kritik und der Link zur Sendung nach dem nächsten Klick.
Also: Diese Zimmer-Frei-Sendung war weder besonders unkomisch, noch besonders witzig. Sie war durchschnittlich genug. Und hätte der WDR sie einfach gesendet – niemand hätte deswegen protestiert. Herr Sonneborn war spröde – wie eh und je. Entweder man mag ihn – oder man mag ihn nicht. Das hätte der Redaktion vorher bekannt sein müssen. Es wäre eigentlich auch kalkulierbar gewesen, dass Martin Sonneborn wohl seine Rolle nicht verlässt. Zwar sehr zum Leidwesen der Moderatoren. Aber: Ironie bleibt einfach ein schwieriges Geschäft. Gerade auch im Fernsehen. Bin mal auf die Quote gespannt.
Fazit: Wer Sonneborn einlädt, der bekommt Sonneborn – und darf sich nicht wundern. Jeder kann sich übrigens selbst ein Bild dieser so umstrittenen Folge von “Zimmer Frei” machen. Der WDR hat noch in der Nacht das Video der Sendung als Stream zur Verfügung gestellt. Wenn nicht, hier ist noch ein alter Auftritt beim ZDF auf dem blauen Sofa. Viele Zitate von Sonneborn wiederholen sich auch bei “Zimmer Frei” – Viel Lärm um nichts….

aber doch interessant, wie sonnenborn auf dem sofa mit seiner rolle umgeht, und ganz klar erkennen lässt, wie er sich als öffentliche figur gibt.
Also die Interviewerin geht gar nicht.
Sie wirkt sowas von angestrengt »ernsthaft«.
@simon. Dieses Rollenspiel bzw. diese Persiflage eines Politikers fand ich zwar auch interessant, aber es trägt leider nicht 60 Minuten.
@pluspunkt. Ich glaube auch, wenn die Moderatoren sich vollständig auf die Gaga-Nummer eingelassen hätten, dann wäre die Sendung auch anders gelaufen…